Asbest, ein gravierendes Umweltproblem

Asbesthaltige Materialien fanden als Fassadenverkleidung, brandschutzplatten oder auch als Wärme- und Feuchtigkeitsisolierung vielseitige Verwendung und befinden sich daher nahezu überall in der Umwelt.

Gefahren, die von Asbest ausgehen, sind vielen Menschen nicht bewußt. Nachfolgend erhalten Sie Tips zum Erkennen, zum Umgang und zur Entsorgung von asbesthaltigen Materialien.

Wie lassen sich asbesthaltige Produkte erkennen?

Eine eindeutige Bestimmung von asbesthaltigen Materialien fällt dem Laien häufig schwer. Nachforschungen über Aus- und Umbaumaßnahmen können Hinweise geben, ob Asbest verbaut wurde. Manchmal hilft auch der optische Eindruck: Asbesthaltige Platten, Pappen, Schnüre oder Putz sind fast immer hellgrau, grau oder graubraun, jedoch nie absolut weiß oder glänzend. Schwach gebundene Asbestpappe ist weich und brüchig. An bruchstellen sind meist mit bloßem Auge abstehende Faserbüschel zu erkennen.

Eine Fachfirma (z. B. Dachdecker, Sanierungsfirmen) oder Mitarbeiter auf der Deponie Diebesstieg können Ihnen bei der Identifizierung helfen.

Eine sichere Identifizierung ist jedoch nur durch eine rasterelektronen-mikroskopische Untersuchung möglich, die nur einem sachverständigen Gutachter überlassen werden sollte (Informationen und Kosten hierzu können Sie bei der Abfallberatung oder auf der Deponie Diebesstieg erfragen).

In keinem Fall dürfen eigene Untersuchungen, bei denen Asbeststaub freigesetzt werden kann, unternommen werden.

Welche Gefahren gehen von Asbest aus?

Asbest zählt zu den krebserregenden Stoffen und kann vor allem Lungenerkrankungen hervorrufen. Besonders bei Menschen, die am Arbeitsplatz täglich mit Asbest in Berührung kamen, besteht die Gefahr von Asbestose, einer krankhaften Veränderung des Lungengewebes, und von Lungenkrebs. Erkrankungen treten dabei oft erst Jahre oder Jahrzehnte später auf.

Als gesundheitsgefährdend gelten Asbestfasern dann, wenn sie eine Länge von mindestens 5 Mikrometern und einen Durchmesser von weniger als 3 Mikrometern aufweisen und dabei mindestens dreimal so lang wie dick sind.

Wie kann ich mich vor Asbest schützen?

Asbest ist heute nahezu überall zu finden. Es kann jedoch eine Menge getan werden, um die Asbest- Belastung zu verringern. Die Verwendung von Asbest bzw. daraus hergestellten Produkten ist in Deutschland bis auf ganz wenige Ausnahmen verboten.

In den technischen Regeln zur Gefahrstoffverordnung (TRGS 519) ist der Umgang mit Asbest bei Abbruch- und Sanierungsarbeiten festgelegt. Im privaten Bereich sollten Sie asbesthaltige Geräte nicht länger dulden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Geräte davon betroffen sind, fragen Sie Ihren Händler, den Hersteller oder bei Nachtstrom-Speicherheizungen Ihre Energieversorgungsunternehmen. Die städtische Abfallwirtschaftsberatung gibt Ihnen ebenfalls Auskunft.

Handhabung und Entsorgung asbesthaltiger Abfälle

Die Entfernung asbesthaltiger Baustoffe überlassen Sie in jedem Fall einer Fachfirma. Denn bei unsachgemäßer Handhabung kann die Belastung der Luft mit Asbestfasern sehr stark ansteigen. Lassen Sie sich von der beauftragten Firma in jedem Fall die fachliche Qualifikation nach TRGS 519 nachweisen.

Versuchen Sie nie, Asbestprodukte selbst zu zerbrechen oder zu zerkleinern. Gleiches gilt auch für die Reinigung von Asbestzementwand- oder Dachplatten beispielsweise mit Drahtbürsten oder anderen Werkzeugen, da hierdurch Feinstaub mit hoher Asbestfaserkonzentration freigesetzt werden kann. Deshalb sind solche Reinigungsmaßnahmen auch per Gesetz untersagt.

Bei Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten an asbesthaltigen Baustoffen gelten grundsätzlich folgende Regelungen:

  • Fenster geschlossen halten
  • Schutzausrüstung tragen (Einweganzüge, die mit den Asbestabfällen entsorgt werden können)
  • Befeuchten der Abfälle schon vor Beginn der Abbrucharbeiten
  • Staubfreies Arbeiten

Haben Sie in Ihrem Haushalt asbesthaltige Abfälle, die Sie selbst entsorgen möchten, können Sie die Abfälle in Folien oder Big-Bags verpackt, zur Deponie Diebesstieg bringen.

Die Abfallberatung und die Deponie Diebesstieg helfen Ihnen auch mit Informationen weiter, wenn Sie bei Renovierungsarbeiten unverhofft auf Asbest stoßen.

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