Abfalleinbau
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Vorwort
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Auf der Deponie Diebesstieg werden alle Abfälle aus
Hausmüll, Sperrmüll und Industrie/Gewerbe eingelagert (bzw.
beseitigt), die keiner Verwertung zugeführt werden können. Dafür
stehen die Bauabschnitte 1a und 1b zur Verfügung, welche neben dem
eigentlichen Kippfeld aus einem Böschungsbereich sowie aus Strassen
und Wegen bestehen. Das Kippfeld hat eine Fläche von über 84.000
m². Insgesamt bietet es ein Einlagerungsvolumen von ca. 913.000 m³,
von denen bisher über 754.000 m³ verbaut sind.
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Abfallvorbehandlung
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Für eine optimale Einlagerung des Abfalls muss eine möglichst
hohe Dichte und ein gleichmäßiger Aufbau des Deponiekörpers
erreicht werden. Daher wird bei der Anlieferung kontrolliert, ob die Zusammensetzung
des Abfalls einen unvorbehandelten Einbau zulässt. Ist dies nicht
der Fall, so erfolgt zunächst eine Homogenisierung der einzelnen
Fraktionen. Staubemissionsträchtige Abfälle werden zur Verbesserung
der Einbaueigenschaften mit anderen Abfällen vermischt. Weiterhin
werden Abfälle mit einer Kantenlänge über 0,5 m auf dem
Kippfeld zerkleinert.
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| Abfalleinbau |
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Der anschließende Einbau des Abfalls auf dem Kippfeld erfolgt
mittels eines 24 t schweren Kompaktors. Der Fahrer des Kompaktors
verteilt die angelieferten Abfallmassen mit der Fahrzeugschaufel
(Volumen 4 m³) in dünnen Schichten (20 cm 30 cm)
auf dem Kippfeld. Gleichzeitig tritt beim Überfahren des Abfalls
mit den profilierten Stampffüßen eine Verdichtungswirkung
auf.
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| Planquadrate |
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Der Einbau des Abfalls in die Bauabschnitte 1a
und 1b wird mittels eines Einlagerungsplans dokumentiert. Dieser
ist in 50 m x 50 m große Planquadrate unterteilt, wobei jedes
Feld mit einer eigenen Bezeichnung versehen ist. Vor Beginn seiner
Tagesschicht bekommt der Kompaktorfahrer die Anweisung, in welches
Planquadrat er die angelieferten Abfälle einzulagern hat. Die
Mengen werden dann aus den in der Waage ermittelten Daten in eine
Tabelle mit den jeweiligen Planquadraten übertragen. Weiterhin
enthält der Plan die Lageplätze von verschiedenen nur
separat einzulagernden Abfällen (z.B. Asbest).
Momentan wird zum Ausgleich unterschiedlicher Höhenlagen im
Wesentlichen in Bauabschnitt 1b eingelagert. Die daraus resultierende
Einlagerungsmenge belief sich 2003 auf 85.662,67 Mg (-7043,82 Mg
gegenüber dem Vorjahreswert).
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| Endverfüllung |
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Bis zum vollständigen Inkrafttreten der Abfallablagerungsverordnung
im Juni 2005 werden auf beiden Schüttfeldern insgesamt über
900.000 Mg Abfall eingelagert sein. Ab diesem Zeitpunkt endet die Ablagerung
von unvorbehandelten Abfällen auf den Schüttfeldern der Deponie
Diebesstieg. Für den Einbau kommen dann ausschließlich weitgehend
inerte Materialien in Frage, wobei die zu beseitigenden Mengen drastisch
abnehmen werden.

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